Die „Bourne“-Trilogie (2002–2007)

„Jason Bourne“ steht vor der Tür und so war es ein Gebot der Stunde, sich wieder einmal die bisherigen drei Filme der Reihe, die sich um den von Matt Damon verkörperten Titelhelden drehen, zu Gemüte zu führen: „Die Bourne Identität“ (2002), „Die Bourne Verschwörung“ (2004) und „Das Bourne Ultimatum“ (2007) (Wer mehr über den etwas außerhalb der eigentlichen Reihe stehenden Film „Das Bourne Vermächtnis“ (2012) erfahren möchte, sei auf meine damalige Kritik verwiesen.) Meine Vorfreude auf das Wiedersehen war sehr groß und – was soll ich sagen? – ich wurde nicht enttäuscht. Auch nach all den Jahren – ja, der erste Teil ist tatsächlich bereits 14 Jahre alt! – sind die drei Filme spannend wie eh und je. Obwohl ich die Handlungen kannte, befand ich mich fast durchgehend in einem Zustand der Begeisterung und Bewunderung.

Viel ist in den letzten zehn Jahren darüber geschrieben worden, wie diese drei Filme mit ihrem Realismus und ihrer Körperbetontheit genrebestimmend geworden sind, und dies kann mit ein wenig zeitlichem Abstand immer noch nur betont werden. Besonders „Das Bourne Ultimatum“ („The Bourne Ultimatum“) wird stets hervorgehoben für die Perfektion der seit 15 Jahren im Actionkino dominierenden shaky cam, die bis heute eigentlich nur Kameramann Oliver Wood und Regisseur Paul Greengrass so wirklich beherrschen. Jeder Thriller-Actionfilm der letzten Jahre muss sich an den „Bourne“-Filmen messen lassen. Ohne „Bourne“ hätte es vermutlich keinen Daniel Craig-James Bond gegeben. „Die „Bourne“-Trilogie (2002–2007)“ weiterlesen

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„Zero Dark Thirty“ (2012)

In meinem Beitrag über „Sicario“ spreche ich unter anderem auch „Zero Dark Thirty“ an, weshalb ich hier auch meine ursprüngliche Kritik von Kathryn Bigelows Film wiederholen möchte. Seitdem ich den Film im Kino gesehen habe, habe ich tatsächlich sehr viel über ihn reflektiert und ihn zudem vor einigen Monaten erneut angeschaut. Dabei habe ich festgestellt, dass meine ursprüngliche Einschätzung noch immer Bestand hat, meine Wertschätzung für den Film gar gestiegen ist.

Der folgende Beitrag erschien erstmals am 5. Februar 2013 in meinem Vorgängerblog Trofis feinste Auslese.

„Zero Dark Thirty“ (2012, Kathryn Bigelow)

Ich hatte nicht unbedingt die besten Erwartungen, als Kathryn Bigelow bereits kurz nach Osama bin Ladens Tötung im Mai 2011 verlautbaren ließ, dass sie bereits an einem Film über die Jagd auf ihn arbeite. Doch ich bin froh, dass mich diese erste Ablehnung gegenüber „Zero Dark Thirty“ nicht aus dem Kino ferngehalten hat.

Die junge CIA-Agentin Maya (Jessica Chastain) wird 2003 an die US-Botschaft in Pakistan versetzt, um als Teil einer Spezialeinheit Informationen über Terroristen und geplante Anschläge zu beschaffen. Zu den Verhören von Gefangenen gehören regelmäßig auch Foltermaßnahmen. Ihr Fokus richtet sich zunehmend auf den mysteriösen Abu Ahmed, von dem sie vermutet, eine direkte Verbindung zu Bin Laden zu haben. Doch ihre Suche stößt in den eigenen Reihen nicht nur auf Verständnis. „„Zero Dark Thirty“ (2012)“ weiterlesen