Filmjahr 2016: Meine persönlichen Glanzpunkte

Es ist bitter, aber Leserinnen und Lesern dieses Blogs (sofern es solche überhaupt noch gibt) wird nicht entgangen sein, dass mein persönliches Kinojahr 2016 nicht nur katastrophal minimal war – nein, es war praktisch inexistent! Ganze vier (VIER!) Mal habe ich im nun zu Ende gegangenen Jahr einen aktuellen Film im Kino gesehen, nämlich „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (den ich jedoch schon in den letztjährigen Rückblick einbezogen habe), „The Revenant“, „The Hateful Eight“ (dessen Rezension sogar in der Entwurfsphase steckengeblieben ist) und „Jason Bourne“. Weitere vier (VIER!) Filme habe ich im Rahmen einer Retrospektive im Filmmuseum gesehen (alle vier französische Kriminalfilme aus den Jahren 1958 bis 1962). Es gibt keine Ausreden mehr: Meine großen Kinogehzeiten sind endgültig vorüber. Vorbei sind die Jahre, in denen ich 20 bis 30 Mal regulär ins Kino gehen konnte (oft bereits am späten Nachmittag oder mehrmals am Tag), dazu nochmal so oft zu Retrospektiven. Was das für diesen Blog bedeutet, weiß ich noch nicht so recht. Wir werden sehen.

Das alles bedeutet aber nicht, dass das Jahr 2016 für mich persönlich kein filmreiches Jahr gewesen wäre. Bereits im Vorjahr habe ich meinen Jahresrückblick auch auf jene Filme gerichtet, die ich zuhause auf DVD, Blu-ray oder – ja, das gibt es auch noch! – im Fernsehen gesehen habe. Auch wenn die Anzahl solcher Filme gegenüber den Vorjahren ebenfalls stark zurückgegangen ist, so ist doch eine ganz ansehnliche Menge an älteren und neueren Filmen zustande gekommen. Vermutlich werden diese anderen filmischen Erfahrungen in Zukunft hier im Blog noch stärker in den Fokus rücken. „Filmjahr 2016: Meine persönlichen Glanzpunkte“ weiterlesen

Die „Bourne“-Trilogie (2002–2007)

„Jason Bourne“ steht vor der Tür und so war es ein Gebot der Stunde, sich wieder einmal die bisherigen drei Filme der Reihe, die sich um den von Matt Damon verkörperten Titelhelden drehen, zu Gemüte zu führen: „Die Bourne Identität“ (2002), „Die Bourne Verschwörung“ (2004) und „Das Bourne Ultimatum“ (2007) (Wer mehr über den etwas außerhalb der eigentlichen Reihe stehenden Film „Das Bourne Vermächtnis“ (2012) erfahren möchte, sei auf meine damalige Kritik verwiesen.) Meine Vorfreude auf das Wiedersehen war sehr groß und – was soll ich sagen? – ich wurde nicht enttäuscht. Auch nach all den Jahren – ja, der erste Teil ist tatsächlich bereits 14 Jahre alt! – sind die drei Filme spannend wie eh und je. Obwohl ich die Handlungen kannte, befand ich mich fast durchgehend in einem Zustand der Begeisterung und Bewunderung.

Viel ist in den letzten zehn Jahren darüber geschrieben worden, wie diese drei Filme mit ihrem Realismus und ihrer Körperbetontheit genrebestimmend geworden sind, und dies kann mit ein wenig zeitlichem Abstand immer noch nur betont werden. Besonders „Das Bourne Ultimatum“ („The Bourne Ultimatum“) wird stets hervorgehoben für die Perfektion der seit 15 Jahren im Actionkino dominierenden shaky cam, die bis heute eigentlich nur Kameramann Oliver Wood und Regisseur Paul Greengrass so wirklich beherrschen. Jeder Thriller-Actionfilm der letzten Jahre muss sich an den „Bourne“-Filmen messen lassen. Ohne „Bourne“ hätte es vermutlich keinen Daniel Craig-James Bond gegeben. „Die „Bourne“-Trilogie (2002–2007)“ weiterlesen