Filmjahr 2015: Meine persönlichen Glanzpunkte

In den vergangenen Jahren habe ich in meinem Vorgängerblog stets ein Jahresranking der von mir im Kino gesehenen Filme publiziert (tatsächlich auf Facebook sogar noch vor Blogzeiten seit 2009). Das Bewertungsschema hat sich dabei im Laufe der Zeit immer wieder verändert, im Wesentlichen war ich aber stets bemüht, Filmen eine Benotung aufzudrücken. In den letzten ein, zwei Jahren habe ich mir damit jedoch immer schwerer getan, zumal diese Einschätzungen nie absolut sein konnten und sich daher je nach zeitlichem Abstand leicht veränderten.

Aus dieser Überlegung heraus habe ich beschlossen, mein altes System nicht mehr fortzusetzen. Was ich aber tun möchte, ist eine kleine Auswahl an Filmen zu bieten, die ich persönlich aus dem einen oder anderen Grund als besonders sehenswert, bewegend oder bedeutsam empfunden habe. Ich möchte mich dabei für die Zukunft gar nicht auf irgendeine Zahl festlegen. Wenn es etwas hervorzuheben gibt, dann soll es gesagt werden können, aber wenn nicht, dann muss es auch nicht sein. Die Auswahl spiegelt keine Wertung wider und hat nur bedingt mit meinen Empfehlungen zu den gesehenen Filmen zu tun – ein nicht perfekter Film kann im Laufe eines Jahres manchmal interessanter als ein makelloser sein.

Ganz verzichte ich außerdem auf jede weitere Auflistung im Kino gesehener oder verpasster Filme. Erstere Liste kann man ohnedies anhand meines Blogs nachvollziehen, letztere war in den letzten Jahren aufgrund meiner zunehmend seltener werdenden Kinobesuche schlicht demotivierend.

In anderer Hinsicht möchte ich den Betrachtungsgegenstand aber erweitern: Meine laufende filmische Erfahrung umfasst ja abseits des aktuellen Kinogeschehens auch regelmäßige Besuche von Retrospektiven und das Anschauen von jüngeren und älteren Filmen zu Hause auf DVD und Blu-ray. Oftmals kommt es vor, dass gerade dieses Eintauchen in die Filmgeschichte bleibenderen Eindruck auf mich hinterlässt als manch aktueller Film. Um meiner Leserschaft einen kleinen Eindruck meiner cineastischen Entwicklung zu bieten, soll der Betrachtungsgegenstand dieses Jahresrückblicks daher in Zukunft nicht mehr nur das Kinojahr sondern mein persönliches Filmjahr sein.

Hier nun also meine Glanzpunkte dieses Filmjahrs 2015:

Kino

„Den Menschen so fern“ (2014, David Oelhoffen)
Es mag daran liegen, dass ich mir immer noch regelmäßig den von Nick Cave und Warren Ellis komponierten Soundtrack anhöre, jedenfalls berührt mich dieser zu tiefst humanistische Film jedes Mal, wenn ich an ihn denke.

„Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ (2014, Alejandro González Iñárritu)
Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn – ich gehöre definitiv zu ersteren!

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (2015, J. J. Abrams)
War das einer der besten Filme des Jahres? Das wohl nicht. Aber es war von Anfang bis Ende ein unterhaltsamer und erfreulicher Film, der einen daran erinnert hat, dass auch Blockbuster-Kino sehr gut sein kann.

Retrospektiven

„F for Fake“ (1973, Orson Welles)
Dieser im Rahmen der Retrospektive „On Dangerous Ground: Joseph Losey, Nicholas Ray, Orson Welles“ im Österreichischen Filmmuseum gesehene geniale Essayfilm lässt mich auch nach über sieben Monaten nicht mehr los. Irgendwo hat es bei mir „Klick“ gemacht.

Zu Hause

„Prisoners“ (2013, Denis Villeneuve)
Im ganzen Jahr 2015 habe ich keinen Film gesehen, der so spannend, nervenaufreibend, verstörend, beunruhigend war – furios!

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