„Blackhat“ (2015)

Da in meinem vorherigen Beitrag angesprochen, möchte ich hier noch einmal meine Besprechung von Michael Manns letztem Film „Blackhat“ wiedergeben. Man beachte dabei aber meine zuletzt erläuterte, seitdem erfolgte Neubeurteilung von Manns „Miami Vice“.

Der folgende Beitrag erschien erstmals am 19. März 2015 in meinem Vorgängerblog Trofis feinste Auslese. Die dort irrtümlich angegebene falsche Jahresdatierung des Films wurde hier ausgebessert.

„Blackhat“ (2015, Michael Mann)

Ein wenig in der Vielzahl interessanter Kinostarts im Februar und März dieses Jahres untergegangen ist der jüngste Film von Michael Mann, der nicht nur von vielen zu den bedeutendsten Regisseuren unserer Zeit gezählt wird, sondern auch einer meiner absoluten Lieblingsregisseure ist. „Blackhat“ ist sein erster Film seit sechs Jahren, und nach zwei eher schwachen Filmen war die Spannung natürlich groß, was kommen würde.

In diesem Action-Cyberthriller fahndet ein chinesisch-US-amerikanisches Geheimdienstteam nach einem kriminellen Hacker, der eine Explosion in einem chinesischen Atomkraftwerk verursacht hat. Bei der Tätersuche behilflich sein soll der inhaftierte Hacker Hathaway (Chris Hemsworth), dem bei Erfolg die Freiheit in Aussicht gestellt wird. Die Ermittlungen führen zunächst nach Hongkong.

Soweit ich das bisher verfolgt habe, waren die Kritiken von „Blackhat“ nicht berauschend, was ich aber so nicht ganz nachvollziehen kann. Michael Mann wird häufig zu Unrecht unterstellt, er stelle Stil vor Inhalt, doch sein jüngster Film ist über weite Strecken absolut spannend erzählt und berührt dabei nicht wenige derzeit aktuelle Themen. Natürlich spielt Stil eine große Rolle, und so gibt es auch einige Elemente, die wir aus früheren Filmen kennen und die inzwischen zu Manns Markenzeichen geworden sind, etwa plötzliche Konflikteskalationen, penibel inszenierte Actionsequenzen oder nächtliche Großstadtlichtspiele. „Blackhat“ mag dabei vielleicht nicht ganz an Manns alte Größe von „Heat“, „Insider“ oder „Collateral“ heranreichen, doch nach „Miami Vice“ und „Public Enemies“ ist der Film eine wahre Freude.

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